Die Hütte der Mondscheintänzer erzählt die Geschichte von Tassilo, der nach vierzig Jahren zurück in den Ort kommt, der ihn einst mehr geprägt hat, als er sich bisher eingestehen mochte. Es waren zwei seiner Jugendjahre, die er hier verbrachte und in denen er sich ausprobierte. Er drang in Lebensbereiche ein, die gegensätzlicher kaum sein konnten. Die Kontraste jener Zeit waren deutlich spürbar und erfahrbar. Aus einer Großstadt stammend überraschte ihn die Vielfältigkeit dieser ländlichen Region, die er nicht erwartet hat. Die vermeintliche Rückständigkeit des Landlebens verlief konträr zu den Klängen von Woodstock. Tassilo wertete nichts. Er sah sich lediglich um aus Neugierde und Wissbegier. Die unterschiedlichen Welten, die auf dem Land geballter zusammenstießen als in der Stadt, fand er abwechslungsreich und spannend. Nun kommt er nach Jahren zurück und erinnert sich. Dabei versucht er sein Leben, das in die Phase des Älterwerdens getreten ist, neu zu bewerten.
Wir seh'n uns wieder am Drewenz Strand wurde nach einer wahren Begebenheit geschrieben. Es schildert die dramatische Flucht einer Familie aus Ostpreußen, die im Januar 1945 vor der Roten Armee in den Westen flieht. Die damals 13jährige Ursula muss sich mit ihrer Mutter und den vier kleineren Geschwistern völlig überhastet auf diese gefährliche und beschwerliche Reise machen.
Orientierungslos irren sie durch das kriegsgebeutelte Land, bedroht von Hunger, Kälte und Bombenangriffen.
Es ist die Geschichte einer Flucht, die auch von Ankunft erzählt, in einer neuen Heimat, in der sie anfangs nicht willkommen waren.
Ihr Taufkleid war aus Fallschirmseide basiert auf Berichten von Zeitzeugen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Es führt durch die schwere Nachkriegszeit bis hin zum Mauerfall.
Das auf Tatsachen beruhende Buch schildert Ereignisse, die von Hunger, Elend und der Suche nach einer neuen Heimat geprägt sind. Unzählige Flüchtlinge verlieren bei Kriegsende ihr Zuhause, ihr Hab und Gut und leben in alten Baracken oder finsteren Verschlägen. Es vergehen Jahre, bis sie sich was Eigenes aufgebaut haben, auf das sie später stolz sind. Die heranwachsende Generation hingegen leidet unter der Strenge ihrer Zeit. Sie will sich abkehren von verstaubten Werten und einer genügsamen Biederkeit. Einen neuen Lebensstil will sie durchsetzen und hat dabei mit einem schweren Erbe zu kämpfen: Dem Kriegstrauma ihrer Eltern.
Dunkel über dem Hausner Hof ist 2004 im Projekte Verlag unter dem Titel Auf der Straße der zerbrochenen Träume erschienen. Der Roman erzählt von der Lieblosigkeit und Härte, die noch in den 60er Jahren auf so manchen Bauerhöfen und in den ländlichen Schulen herrscht.
Klappentext der Neuausgabe:
Die Hausners leben nur für den Hof. Not und Zerwürfnis gehören zu ihrem Alltag. Isoliert von jeglicher Gemeinschaft, fristen sie ein ziemlich freudloses Dasein. In diese finstere Umgebung wird Alois hineingeboren und wächst dort auf. Sein scheues, merkwürdiges Verhalten erregt den Verdacht der Dorfbewohner, sobald sie einen Schuldigen brauchen. Er versteckt sich vor ihrer Feindschaft und fügt sich in die Rolle des Außenseiters, bis er eine Tragödie heraufbeschwört, die am Ende zu einer hoffnungsvollen Wende führt.
Das Rätsel im Laubwald ist eine mystisch düstere Erzählung, entstanden im Jahr 1991.
Es ist eine Parabel, die sich auf das Missverhältnis des Menschen auf die ihn umgebende Natur bezieht.
Vergeblich wartet Hermann auf eine Zeitungsmeldung über den Fund einer Leiche im Wald. Er hat sie dort zurückgelassen und nur unzureichend mit Laub bedeckt. Als die Meldung ausbleibt, beschließt er, das Versteck noch einmal aufzusuchen. Dabei muss er feststellen, dass die Leiche verschwunden ist. Während er die Sache erforschen will, wird er mit unheimlichen Begebenheiten konfrontiert. Eine Sekte scheint in diesem Gebiet ihr Unwesen zu treiben. Eines Nachts beobachtet er sonderbare Gestalten, die den Wald durchstreifen. Er schleicht ihnen nach und entdeckt ein Geheimnis.
Rufus Sänger und der Abgeordnete ist ein satirisches Kammerspiel von etwa 40 Seiten.
Rufus Sänger erwartet hohen Besuch. Von vielen Bewerbern ist er ausgelost worden, um einen Politiker befragen zu dürfen. Dabei hatte er das Los mit einer Ausschreibung verwechselt, für die er sich interessierte. Höflich, rasch und effektiv wollen beide Seiten das Interview hinter sich bringen, jedoch verliert es sich bald ins Absurde. Schließlich scheitert das Gespräch an den zahlreichen Störungen rücksichtsloser Nachbarn, denn die Wohngegend ist äußerst ungesund, was den Abgeordneten zutiefst erbost, zumal er Sänger die Schuld daran gibt.
Paul und das Schattengeflüster ist in den Achtzigerjahren entstanden und später im Verlag Vier JahreszeitenHaus erschienen.
Paul ist Mitte Zwanzig. Er lebt zurückgezogen, ist melancholisch und auf der Suche nach Wahrheit und Sinn. Die Banalität des Alltags quält ihn, lässt ihn Todessehnsucht empfinden. Er lebt das hoffnungslose Dasein eines potentiellen Suizidenten. In der Gesellschaft findet er keinen Halt und in den Büchern keine verlässliche Wahrheit, deshalb begibt er sich auf die Suche nach einem imaginären Meister, der ihn hin zur Erkenntnis führen würde.
Im Frühjahr begegnet er Ann. Es entwickelt sich eine Beziehung, die schwierig ist, denn auch Ann hat Sehnsucht nach einem anderen Dasein. Aber sie findet nicht heraus aus ihrem oberflächlichen Leben, in das sie Paul mit hineinzieht, der darin zu ertrinken droht.
Buchners Leugnung des Himmels ist ein Theaterstück, das im September 1998 entstanden ist und sich unter anderem mit dem christlichen Glauben auseinandersetzt.
Buchner ist selbständig, arbeitet viel und fühlt sich ausgebrannt. Seine Frau kümmert sich um die Familie. Trotz Wohlstand sind beide mit ihrem Leben unzufrieden. Das bemerken auch die Freunde, die ratlos und hilfsbereit das Paar zu unterstützen versuchen. Student Lehmann will die Theologie einbringen und verteidigt sie. Er wird aber nicht ernst genommen. Und doch beschäftigt alle die Frage nach Gott...
Der Roman Trügerische Erbschaft entstand nach einer Vorlage und Idee von Gerit Halme.
Klara ist siebenunddreißig. Sie ist geschieden, kinderlos und lebt bei ihrer dominanten Mutter. Den Alltag versüßt sie sich mit Pralinen und Schokolade. Frust, Leere und ein fehlendes Durchsetzungsvermögen führen dazu, dass sie ihr Aussehen vernachlässigt, zu dick wird und ihr Leben vor dem Fernseher verbringt.
Eines Tages wird sie von der Nachricht überrascht, in einem Testament benannt worden zu sein. Der Erblasser ist ihr unbekannt. Mit Erstaunen stellt sie fest, dass ihre Mutter in die Sache verwickelt ist. In der Auseinandersetzung mit ihr erfährt sie von einem lang gehüteten Geheimnis, das in ihr den Wunsch nach Veränderung weckt.